{"id":1915,"date":"2015-03-10T04:33:00","date_gmt":"2015-03-10T04:33:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2017-08-04T22:28:28","modified_gmt":"2017-08-04T19:28:28","slug":"grundstein-fur-vertrauensvolle-zusammenarbeit-gelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ado-world.com\/en\/grundstein-fur-vertrauensvolle-zusammenarbeit-gelegt\/","title":{"rendered":"Grundstein f\u00fcr vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: small;\"><em>Am Freitag, den 14.11.14 um 14.00 Uhr, besuchte der Bischof der Neuapostolischen Kirche in M\u00fcnchen, Paul Hepp, zusammen mit Horst Schmid und Andreas Blickle (Vertreter des Missionswerks) das Europ\u00e4isch-Christliche Entwicklungswerk f\u00fcr Syrien e.V. in Augsburg. Das Treffen fand in den R\u00e4umlichkeiten des Assyrischen Mesopotamien-Vereins in Oberhausen statt. Au\u00dfer dem 1. Vorsitzenden des ECEWS, Issa Hanna, waren aus dem Vorstand noch Marianne Br\u00fcckl und der Beiratsvorsitzende Dr. Ortfried Kotzian und sein Stellvertreter Abdulmesih BarAbraham anwesend. Als weiterer Gast wurde Dr. Farid (Chefarzt aus Sadad, Syrien) begr\u00fc\u00dft.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Bericht von Marianne Br\u00fcckl<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Um sich einen Einblick in die Arbeit des Europ\u00e4isch-Christlichen Entwicklungswerks f\u00fcr Syrien e.V.\u00a0 zu verschaffen, wurde Bischof Paul Hepp (Neuapostolische Kirche in M\u00fcnchen) mit seinen beiden Begleitern Horst Schmid und Andreas Blickle vom Missionswerk in den Vereinsr\u00e4umen des Assyrischen Mesopotamien-Vereins empfangen. An diesem Nachmittag wurden verschiedene Themen er\u00f6rtert, so z.B. die Gef\u00e4hrdung des christlichen Glaubens weltweit durch den Einfluss des Islamismus, die Lage der assyrischen Fl\u00fcchtlinge aus Syrien und dem Irak hier in Deutschland und in den Heimatl\u00e4ndern sowie die weiteren M\u00f6glichkeiten der Unterst\u00fctzung der christlichen Assyrer in den IS-beherrschten Gebieten im Nahen Osten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Erst vor kurzem hatte das Missionswerk der Neuapostolischen Kirche einen Betrag von 24.000 \u20ac f\u00fcr das erste Projekt des ECEWS bereitgestellt: \u201eHilfsma\u00dfnahmen f\u00fcr Sadad\u201c (christliche Stadt nahe Homs in Syrien). Die Stadt war im Oktober 2013 durch einen \u00dcberfall von Islamisten in schwere Not geraten und zerst\u00f6rt worden. Sieben Tage lang hatte damals die islamistische Al-Nusra-Front dort gew\u00fctet und nichts als Tod und Verw\u00fcstung hinterlassen. Mit dem gespendeten Geld konnte das \u00dcberleben von 231 bed\u00fcrftigen Familien zwei Monate lang gesichert werden. Wie Dr. Farid berichtet, seien bei den Angriffen der islamistischen Gruppen insgesamt 86 Personen aus Sadad ermordet worden, 45 allein an einem Tag. Viele seien noch vermisst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">In Sadat leben insgesamt 15.000 syrisch-orthodoxe Christen, darunter mehr als 200 \u00c4rzte, \u00fcber 50 Universit\u00e4tsprofessoren, die auch in Homs unterrichten, sowie \u00fcber 500 oder 600 Ingenieure. Davon seien jetzt aber bereits mehr als 120 nach Deutschland gekommen, sagt der Arzt. Er selbst floh vor zwei Jahren mit seiner Familie ebenfalls aus der Heimat, da Kugeln von Terroristen ihn nur knapp verfehlten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Als Zeichen der Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Solidarit\u00e4t mit den Bewohnern der schwer betroffenen Stadt, \u00fcberreichte Issa Hanna, neben der Dokumentation f\u00fcr die Verwendung der Spende des Missionswerks, dem Bischof ein Buch \u00fcber das Volk der assyrischen Christen mit dem Titel \u201eEin vergessener Holocaust \u2013 Die Vernichtung der Assyrer in der T\u00fcrkei\u201c von Gabriele Yonan. \u201eDieses Buch ist ein Geschenk an Sie, ehrw\u00fcrdiger Bischof, mit dem wir, das ECEWS, unsere Dankbarkeit f\u00fcr Ihre Hilfe in unserem ersten Projekt zum Ausdruck bringen m\u00f6chten\u201c, sagte Hanna.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">\u201eIch denke, wir kn\u00fcpfen heute gute Beziehungen\u201c, so Bischof Hepp. Er sei hier auch Andreas Blickle vom Missionswerk sehr dankbar, der das mit in die Wege geleitet habe. \u201eEs ist zwar nur ein Tropfen auf dem hei\u00dfen Stein\u201c, bedauert Hepp, aber seine Kirche sei leider zu klein, um mehr Geld zu spenden. Wichtig sei es, Solidarit\u00e4t auch durch Einbeziehung der leidenden Glaubensgenossen in die t\u00e4glichen Gebete zu zeigen oder beispielsweise auch durch einen Brief der Augsburger neuapostolischen Jugend nach Syrien zu schicken, um zu sagen \u201eIhr seid nicht vergessen!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Beiratsmitglied Abdulmesih BarAbraham bem\u00e4ngelte, dass bei UNO-Transporten von Hilfsg\u00fctern vom n\u00f6rdlich gelegenen Erbil in den Nordosten Syriens die assyrischen Christen fast ausgeschlossen sind, obwohl es dort zwei christliche St\u00e4dte gebe. Selbstverst\u00e4ndlich sei es das Ziel des ECEWS als christliche Organisation, Hilfen \u00fcberkonfessionell und interreligi\u00f6s einzusetzen, falls es notwendig sein sollte, jedoch m\u00fcsse man diese in erster Linie zuerst f\u00fcr die Christen verwenden, da diese von anderer Seite kaum ber\u00fccksichtigt werden, sagt er.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Unter anderem erkundigte sich Bischof Hepp w\u00e4hrend der Gespr\u00e4che auch nach dem Verh\u00e4ltnis zwischen Assad und den assyrischen Christen sowie die politischen Zusammenh\u00e4nge. Im Grunde gebe es zwei Richtungen, erkl\u00e4rt Issa Hanna. \u201eEs ist es schon richtig, die Christen konnten unter Assad religi\u00f6s ihre Freiheiten haben, sie konnten Kirchen bauen, Schulen, Sonntagsschulen z.B. Wir hatten auch vom Staat anerkannte christliche Schulen bis hin zum Gymnasium, die auch von Muslimen besucht wurden\u201c, sagt Issa Hanna. Religi\u00f6se Diskriminierung habe es nicht gegeben im Gegensatz zur T\u00fcrkei. Das Problem seien jedoch ethnische und politische Freiheiten gewesen. F\u00fcr die Assyrer gab es auch keine Anerkennung in ihrer Sprache, Kultur und Geschichte. \u00dcberkonfessionelle und ethnische Veranstaltungen und Aktivit\u00e4ten waren der Grund f\u00fcr mehrmalige Verhaftungen und Misshandlungen zahlreicher Mitglieder der Assyrischen Demokratischen Organisation (ADO), der ersten politischen Organisation zur Durchsetzung der Rechte des assyrischen Volkes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Viele der Fragen des Bischofs trugen dazu bei, ein komplexes Bild von den assyrischen Christen und ihrer Arbeit, insbesondere auch des ECEWS zu gewinnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Bischof Hepp bedankte sich am Ende des Treffens f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, vor Ort die ausf\u00fchrlichen Informationen aus erster Hand erhalten zu haben, die ihm einen Einblick in die tats\u00e4chliche Situation bieten. Man sei ansonsten auf die Medien angewiesen, wo vieles nicht bekannt werde. \u201eIch denke, das war jetzt mal ein Beginn\u201c, sagte er zum Abschluss. \u201eDie Menschen sollen Mut sch\u00f6pfen und nicht den Glauben verlieren.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Durch diese Begegnung wurde der Grundstein f\u00fcr eine weitere Zusammenarbeit zwischen dem ECEWS und der Neuapostolischen Kirche gelegt, die auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen wird.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag, den 14.11.14 um 14.00 Uhr, besuchte der Bischof der Neuapostolischen Kirche in M\u00fcnchen, Paul Hepp, zusammen mit Horst Schmid und Andreas Blickle (Vertreter des Missionswerks) das Europ\u00e4isch-Christliche Entwicklungswerk f\u00fcr Syrien e.V. in Augsburg. Das Treffen fand in den R\u00e4umlichkeiten des Assyrischen Mesopotamien-Vereins in Oberhausen statt. Au\u00dfer dem 1. 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